Logopädie für Jugendliche

  • ein ausführliches Anamnesegespräch zu Beginn der Therapie
  • eine differenzierte und standardisierte Diagnostik (wissenschaftlich abgesicherte Testungen) laut internationalem wissenschaftlichen Standard
  • eine ausführliche Erläuterung der Testergebnisse und eine umfassende Aufklärung über das Störungsbild
  • eine Auswahl individueller Therapieinhalte je nach Art und Ausmaß der Störung
  • Berücksichtigung von persönlichen Bedürfnissen, Interessen und Wünschen vonseiten des Jugendlichen bzw. der Angehörigen
  • Durchführung von evidenzbasierter Therapie (Therapie, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist)
  • Einbeziehung der Angehörigen in die Therapie, z. B. in Form von regelmäßig vereinbarten Telefonaten u. a. zur Erläuterung der Therapiefortschritte
  • Wenn vonseiten der Jugendlichen bzw. der Angehörigen gewünscht, findet ein interdisziplinärer Austausch mit anderen am Behandlungsprozess beteiligten Therapeuten und Ärzten sowie Lehrern/-innen statt.
  • Kontakt zur Aphasiestation des Universitätsklinikums Aachen mit der Möglichkeit eines Rehaaufenthaltes in Form einer mehrwöchigen Aphasiespezialbehandlung
  • Störungen bei der Bildung und Verwendung von Sprachlauten ➝ Artikulationsstörung (Dyslalie), Lispeln (Sigmatismus interdentalis)
  • Störungen im Bewegungsablauf von Lippen und Zunge, ungeübte Mundmotorik ➝ orofaciale Dysfunktion, Dysbalancen im orofacialen Bereich
  • Kau- und Schluckstörungen ➝ myofunktionelle Störungen (MF, MFS, MFT), viscerales/laterales Schluckmuster
  • Sprechstörungen bei Schwerhörigkeit
  • Störungen der Hörverarbeitung und -wahrnehmung ➝ zentral- auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)
  • Störungen der Hörmerkspanne und des Hörgedächtnisses ➝ auditive Merkspanne, auditives Gedächtnis
  • Störungen des Lese- und Rechtschreiberwerbs ➝ LRS, Legasthenie
  • spezifische Sprachstörungen mit Defiziten in den Bereichen Wortfindung, Satzbau/Grammatik (Dysgrammatismus), Sprach-/Textverständnis, Erzählen und Verfassen von Geschichten/Aufsätzen (Textgrammatik)
  • Störungen des Redeflusses ➝ Stottern, Stammeln
  • überhastetes und undeutliches/verwaschenes Sprechen ➝ Poltern
  • angeborenen Fehlbildungen im Gesichtsbereich ➝ Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Fehlbildung
  • Störungen der Nasalität (z. B. Näseln) ➝ Rhinophonie
  • Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen aufgrund von Hirnschädigungen nach Schlaganfall, Hirnoperationen, Tumor und Unfällen sowie bei neurologischen Erkrankungen, z. B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose (MS) ➝ Aphasie, Dysarthrie/Dysarthrophonie, Sprechapraxie, Dysphagie
  • Störungen der Stimmgebung und der Kommunikation nach Kehlkopfentfernung (Laryngektomie)
  • Gesichtslähmungen, z. B. Facialisparese